Siamkatze

Die Siamkatze ist eine Katze mit starker Persönlichkeit. Sie weiß, wie sie sich gegen ihre Besitzer durchsetzen kann und letztere müssen es akzeptieren! Die Siamkatze ist sehr bekannt und hatte sogar einen Auftritt im Disney-Klassiker Susi und Strolch – allerdings stellte man sie nicht sehr schmeichelhaft dar.

Herkunft der Siamkatze

Die Herkunft der Siamkatze ist nicht sehr eindeutig. Man weiß, dass es sich um eine alte Rasse handelt, die im heutigen Thailand ansässig ist, das im 14. Jahrhundert den Namen Königreich Siam trug. Von ebendiesem hat die Siamkatze heute ihren Namen.

Eine erste Hypothese bringt die Idee auf, dass es sich um die Nachkommen der heiligen Katzen handelt, die in den Tempeln lebten. Man erwähnte diese Tiere sogar in den Schriften von Ayutthaya, der alten Hauptstadt Siams.

Eine andere Legende besagt, die Siamkatzen seien nur der königlichen Familie von Siam vorbehalten gewesen, während ein zweiter Bericht erklärt, dass es genau andersherum war. Laut diesem bot der König von Thailand den Engländern und Franzosen Siamkatzen an und ließ sie glauben, sie wären heilig, um seine Lieblingskatze die Khao Manee zu behalten.

Eines ist jedoch sicher: Die ersten Siamkatzen kamen 1884 durch den Generalkonsul Edward Blencowe Gould zum ersten Mal nach Europa, und zwar nach England. Letzterer brachte ein Siamkatzen-Paar mit, um es seiner Schwester zu schenken. Die zwei Tiere wurden daraufhin 1885 auf der Katzenausstellung im Londoner Crystal Palace gezeigt un bereits 1886 holte man weitere Tiere aus Asien.

Nach Frankreich kam die Siamkatze bereits 1885 durch den Entdecker Auguste Pavie. 1890 wurde sie in die USA gebracht. Der erste Club der Rasse wurde 1901 von Goulds Schwester in England gegründet. In Deutschland begann man mit der Zucht erst sehr spät Mitte der 1920er-Jahre.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr die Siamkatze eine richtigen Aufschwung und begann, sich auf der ganzen Welt zu verbreiten. Es entwickelte sich also eine ziemlich chaotische Zucht, ohne dass man sich über die Qualität der Katzen Gedanken machte.

In den 70er Jahren versuchten die amerikanischen Züchter die Merkmale der Siamkatze noch mehr hervorzuheben, das heißt ihren Körper länger und schmaler, und ihre Beine dünner zu machen. Leider wiesen zahlreiche Katzen Gesundheitsprobleme auf und diese Zuchtmethode wurde nach und nach verworfen, um ein ausgeglichenes Aussehen zu erlangen.

Die Standards der Rasse entfernten sich im Laufe der Jahre Stück für Stück von den ursprünglichen Eigenschaften der Siamkatze, In den 80er-Jahren beschlossen deshalb mehrere Züchter, die zu den Wurzeln zurückkehren wollten, eine vollwertige Rasse zu kreieren, die Thaikatze.

Die Siamkatze ist heute immer noch sehr beliebt.

Aussehen

Die Siamkatze ist eine mittelgroße Katze mit langem, schlanken Körper. Sie verfügt über eine gut entwickelte Muskulatur, ihre Knochen sind jedoch dünn. Ihre Beine sind ebenfalls schmal und die Hinterbeine sind ein wenig höher als die vorderen. Die Pfoten sind klein und oval.

Die Siamkatze hat einen langen dreiecksförmigen Kopf. Die Backen sowie der Schädel und die Stirn sind flach. Die Nase ist gerade und lang und die Ohren haben einen breiten Ansatz. Ihre Augen sind immer blau, mandelförmig und zur Nase hin geneigt.

Die Länge des Schwanzes der Siamkatze ist proportional zu ihrem Körper. Er ist dünn und peitschenförmig und das Ende ist spitz.

Siamkatze

Quelle: Pixabay

Fell

Das Fell der Siamkatze ist kurz, glatt und glänzend. Außerdem hat es immer eine colourpoint-Färbung: Die äußersten Enden des Körpers wie die Schnauze, die Beine, der Schwanz und die Ohren sind dunkler als der Rest des Körpers. Zweifarbige Katzen, die bereits existieren, sind noch nicht anerkannt.

Vom LOOF werden alle Farben anerkannt, während es in den USA nur vier sind: Schwarz, Chocolate, Lilac und Blau.

Charakter

Die Siamkatze hat eine starke Persönlichkeit, was aus ihr eine besondere Katze macht. Sie kann ziemlich lautstark sein und sich sehr geschwätzig und kommunikativ zeigen.

Diese Katzenrasse ist ihren Menschen trotz allem sehr nahe und kann auch sehr eifersüchtig sein. Manchmal haben diese Katzen ein nervöses Temperament.

Die Siamkatze ist ziemlich misstrauisch gegenüber Fremden und nicht sehr gesellig. Sie ist aber sehr zutraulich und treu und mag Einsamkeit überhaupt nicht. Sie verbringt lieber den ganzen Tag an der Seite ihrer Besitzer. Im Gegensatz zu anderen Katzen hängt sie mehr an den Personen als an der Umgebung.

Gesundheit

Leider ist die Sterberate der Siamkatzen im Vergleich zu anderen Rassen recht hoch. Sie leidet besonders oft an Tumoren sowie Magen-Darm-Beschwerden oder Problemen mit den unteren Harnwegen. Sie ist außerdem anfällig für Katzenamyloidose, eine Niereninfektion mit schlimmen Folgen. Zurzeit ist leider immer noch unbekannt, wie die Krankheit übertragen wird.

Pflege

Aufgrund ihres kurzen Fell ist die Pflege der Siamkatze sehr angenehm. Um ihr Fell zu pflegen, reicht es, es zweimal im Monat zu bürsten.

Diese Katzenrasse muss sich verausgaben können, deshalb braucht sie Platz zum rennen und klettern.