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Sam: Das mutige Kängurubaby auf Entdeckungstour

By
Daniela

Mit gespitzten Fellohren erkundet das kleine Kängurubaby Sam voller Neugierde die Wiesen und die Welt im Vogelpark Marlow in Mecklenburg-Vorpommern. Ohne die Hilfe seiner leiblichen Mutter macht sich das etwa sechs Monate alte und ein Kilogramm schwere Bennett-Känguru eigenständig auf Erkundungstour. Vor einigen Tagen fiel Sam aus dem Kängurubeutel und seine Mutter wollte ihn anschließend nicht mehr annehmen.

Jetzt kümmert sich Anja Walther-Fuchs, eine 39-jährige Diplombiologin, um den kleinen Hüpfer im Vogelpark Marlow. Sie hat bereits früher ein Kängurubaby aufgezogen und ist nun Sams Ersatzmama. Derzeit wohnt das Baby vorübergehend in einem Rucksack und wird von Anja Walther-Fuchs mit Flaschenfütterungen von Katzenmilchpulver versorgt. Doch schon bald soll Sam wieder in die Kängurugruppe integriert werden. Bei den täglichen Ausflügen auf die Wiese hat er bereits erfolgreich seine ersten Sprünge gewagt.

Der Vogelpark beheimatet insgesamt elf Bennett-Kängurus, bestehend aus einem männlichen Tier und zehn weiblichen Tieren. Laut Franzi Haase, der Sprecherin des Parks, tragen alle Weibchen der Gruppe ein Jungtier im Beutel. Es kommt alle paar Jahre vor, dass eine Mutter ihr Jungtier nicht annimmt.

Vor einigen Tagen fiel Sam aus dem Kängurubeutel und seine Mutter wollte ihn anschließend nicht mehr annehmen.

Bennet-Kängurus sind hauptsächlich auf der australischen Insel Tasmanien zu finden. Sie können eine Größe von bis zu 92 Zentimetern und ein Gewicht von 14 bis 19 Kilogramm erreichen. Die normale Beuteltragzeit für die Jungtiere beträgt in der Regel rund 280 Tage."

Im Vogelpark Marlow wird viel Wert auf die natürliche Entwicklung und Pflege der Tiere gelegt. Die Ersatzmama Anja Walther-Fuchs hat bereits Erfahrung in der Aufzucht von Kängurubabys und sorgt dafür, dass Sam die bestmögliche Betreuung erhält. Durch die Flaschenfütterungen mit Katzenmilchpulver erhält er die notwendigen Nährstoffe, um gesund und stark zu wachsen.

Die Integration von Sam in die Kängurugruppe wird behutsam durchgeführt, um sicherzustellen, dass er sich schnell und problemlos in seine natürliche Umgebung eingliedert. Die ersten Springversuche auf der Wiese waren vielversprechend und deuten darauf hin, dass Sam gut auf dem Weg ist, ein eigenständiges und lebensfähiges Känguru zu werden.

Der Vogelpark Marlow ist stolz darauf, eine vielfältige Tierpopulation zu haben und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Bennett-Kängurus zu leisten. Das Engagement des Parks für den Artenschutz und die Forschung hilft dabei, das Verständnis für diese faszinierenden Tiere zu erweitern und ihre Lebensräume zu schützen.

Die Geschichte von Sam und seiner Ersatzmama Anja Walther-Fuchs ist ein wunderbares Beispiel für die Fürsorge und das Engagement, das im Vogelpark Marlow für die Tiere gezeigt wird. Anja Walther-Fuchs investiert viel Zeit und Mühe, um sicherzustellen, dass Sam die bestmögliche Betreuung erhält und sich erfolgreich in die Kängurugruppe integrieren kann. Ihre Erfahrung und Fachkenntnis ermöglichen es ihr, auf die individuellen Bedürfnisse des kleinen Kängurus einzugehen und ihm die Unterstützung zu bieten, die es braucht, um zu gedeihen.

Die Geschichte von Sam wirft auch ein Schlaglicht auf die natürliche Dynamik innerhalb der Bennett-Kängurugruppe. Es ist nicht ungewöhnlich, dass es gelegentlich zu Situationen kommt, in denen eine Mutter ihr Jungtier nicht annimmt. Diese Herausforderungen sind Teil des Lebenszyklus dieser faszinierenden Tiere und können im natürlichen Lebensraum genauso auftreten wie in einem Schutzzentrum wie dem Vogelpark Marlow.

Bennett-Kängurus sind faszinierende Geschöpfe, die eng mit der australischen Wildnis verbunden sind. Ihr einzigartiges Erscheinungsbild und ihre anmutigen Sprünge machen sie zu einem beliebten Anblick für Besucher des Vogelparks. Der Vogelpark Marlow spielt eine wichtige Rolle bei der Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung des Artenschutzes und den Erhalt des natürlichen Lebensraums dieser Tiere.

Es ist ermutigend zu sehen, wie engagierte Fachleute wie Anja Walther-Fuchs ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einsetzen, um bedürftigen Tieren wie Sam zu helfen und gleichzeitig die Bedeutung des Artenschutzes zu betonen. Ihre Arbeit zeigt, dass wir als Menschen eine Verantwortung haben, uns um die Natur und die Tiere zu kümmern, die unsere Welt bewohnen.

Der Vogelpark Marlow ist stolz darauf, Teil des globalen Netzwerks von Organisationen und Einrichtungen zu sein, die sich dem Schutz und der Erhaltung von bedrohten Tierarten widmen. Die Bemühungen des Parks gehen über die Pflege von Tieren hinaus und umfassen auch Bildungsprogramme, Forschungsprojekte und Zusammenarbeit mit anderen Artenschutzeinrichtungen weltweit.

In einer Zeit, in der der Verlust der Artenvielfalt eine ernsthafte Bedrohung darstellt, sind solche Bemühungen von entscheidender Bedeutung. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, indem er sich informiert, bewusste Entscheidungen trifft und sich aktiv für den Erhalt bedrohter Arten einsetzt.

Die Geschichte von Sam und seiner Rettung durch Anja Walther-Fuchs erinnert uns daran, dass es in unserer Verantwortung liegt, die Tierwelt zu schützen und zu erhalten. Jedes Individuum zählt, und wenn wir zusammenarbeiten, können wir einen positiven Einfluss auf die Zukunft dieser wunderbaren Kreaturen haben. Möge Sam weiterhin gedeihen und andere dazu inspirieren, sich für den Schutz und die Bewahrung unserer kostbaren Tierwelt einzusetzen.