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Große Sorge um das Pandababy, das im Sommer in einem französischen Zoo geboren wurde

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Andrea A.

Am 04. August 2017 wurde im Zoo von Beauval südlich von Paris die Geburt eines gesunden Pandababys gefeiert.Es handelt sich hierbei um das erste Pandababy in ganz Frankreich. Es handelt sich hierbei um das Junge von Huan Huan und Yuan Zi. Die Geburt des Pandababys sorgte damals für Schlagzeilen, da es sehr selten ist, dass Pandas in Gefangenschaft erfolgreich Nachwuchs zeugen.Die chinesische Regierung, die die Pandas geliehen hatte, schickte sogar speziell ausgebildete Tierpfleger nach Frankreich, die das französische Ärzteteam dabei unerstützen sollte, den Kleinen auf die Welt zu holen. Ziel des Zuchtprogrammes ist es, die Pandas wieder auszuwildern, denn diese Tierart gilt aktuell als "gefährdet".Wenn der Kleine alt genug (das heißt drei bis vier Jahre alt) ist, wird er nach China gesandt, wo er in einem Reservat leben wird. Doch die französische Tierschutzorganisation Fondation Brigitte Bardot, die von der bekannten französischen Schauspielerin ins Leben gerufen wurde, kritisiert dieses Programm. Die Mitglieder der Organisation sorgen sich um die Zukunft des Tieres.https://twitter.com/FBB_PORTEPAROLE/status/937761150099492865Anfang des Jahres sorgte ein Angestellter eines chinesischen Panda-Forschungszentrums international für Aufsehen, nachdem auf Sicherheitskameras zu sehen war, wie er ein Pandajunges sehr grob behandelte. Nachdem er auf der chinesischen Social Media Seite Weibo sowie später auf Twitter und Facebook stark kritisiert worden war, erklärte der Pfleger, er habe den Panda so wegstoßen müssen, da dieser ihn gebissen habe und erneut versucht hatte, ihn zu verletzen.Die Mitglieder der Fondation Brigitte Bardot machen sich daher Sorgen, dass den jungen Panda aus dem Zoo in Beauval ein ähnliches Schicksal erwartet, sobald er in China lebt. Ihrer Meinung nach ist das Tier für China nichts weiter als eine Instrument zur Interessensvertretung.https://twitter.com/zoobeauval/status/937673025448759296

Eine Taufzeremonie

Fast drei Monate lang war das kleine Pandababy namenlos. Meist nannte man ihn "Mini Yuan Zi", nach seinem Vater. Dies änderte sich am 04. Dezember während einer Zeremonie, die im Beisein der Firstladys von China und Frankreich, Brigitte Macron und Peng Liyuan, abgehalten und bei der der Name des Kleinen enthüllt wurde. Er trägt nun den Namen Yuan Meng, was auf Chinesisch soviel wie "wahr gewordener Traum" bedeutet.https://twitter.com/zoobeauval/status/937671264247926784Brigitte Macron nahm dieses Ereignis zum Anlass, um auf die Freundschaft zwischen den beiden Ländern einzugehen.

Im Leben geht es um die kleinen Glücksmomente, deren Intensität uns oft überwältigen kann. Genau das habe ich gefühlt, als ich Yuan Meng sah. [...] Diese Geste, entstammt einer alten chinesischen Tradition, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht. [Die Geburt von Yuan Meng] ist die Versinnbildlichung des vielfältigen Dialoges zwischen unseren beiden Völkern, die sich seit zwei Jahrhunderten achten, zuhören und verstehen. 

Quelle: Zoo de Beauval

Emmanuel und Brigitte Macron werden Anfang 2018 zu einem offiziellen Besuchstermin nach China reisen.

Panda-Diplomatie

Aktuell gibt es weltweit nur 23 Zoos, die Riesenpandas halten. Bei all diesen Tieren handelt es sich um Leihgaben von China, für die eine fest gelegte Summe bezahlt wurde. Der Zoo in Beauval zahlt jährlich circa 850 000 Euro für Huan Huan und Yuan Zi. In zehn Jahren wird der Zoo die beiden wieder an China zurück geben.

Quelle: Terry Fincher

Da Pandas so selten sind un in ihrem Heimatland als Nationalschätze angesehen werden, gelten sie als sehr effektives Mittel diplomatischer Interessensvertretung. Bis 1984 verschenkte die chinesische Regierung die Pandas sogar. Seither werden die Pandas stattdessen entliehen.Bereits seit Jahrhunderten werden Pandas zur Stärkung außenpolitischer Beziehungen genutzt. Diese Taktik wurde bereits im Jahr 690 vom Imperator Wu Zetian eingesetzt. Doch die Verbreitung der so genannte "Panda-Diplomatie" fand erst nach dem Zweiten Weltkrieg während der Zeit des Maoismus statt.

Quelle: NewsFlicks

Diese Leihgaben konnten teilweise bereits dazu beitragen, eingerostete politische Beziehungen wieder aufleben zu lassen oder internationale Streitigkeiten zu entschärfen. Die Ankunft der Pandas ist dabei jedes Mal ein Großereignis, über das international berichtet wird.

"Pandamania"

Pandas sind bei den Menschen sehr beliebt und haben üben daher eine enorme Anziehungskraft auf sie aus. Nachdem Yuan Meng geboren wurde, nutzte der Zoo dies und postete regelmäßig Fotos und Videos des Pandas auf den Social-Media-Kanälen. Außerdem wurden zahlreiche Journalisten zur Namenstaufe eingeladen.Delphine Delord, Kommunikationsbeauftragte des Zoos sagte gegenüber der französischen Zeitung L'Express: 

Die Facebook-Posts des Zoos wurden bisher insgesamt über 25,8 Millionen Mal angeschaut. Wir haben innerhalb einer Woche etwa 40 000 Fans sowie 2000 Follower auf Twitter dazu bekommen.

Quelle: Eric Baccega

Rund um das Pandagehege wurden Großbildleinwände installiert, damit die Besucher die Tiere beobachten könnten, ohne diese zu stören. Der Zoo erwartet wegen seines neuen Bewohners nun erheblich mehr Besucher als es für diese normalerweise ziemlich ruhige Jahreszeit üblich ist.

Quelle: Zoo de Beauval

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