Die wortwörtliche Abschlachtung tausender Babyrobben wird von dieser Regierung finanziert

3/4/2017

(Warnung, die folgenden Bilder können verstörend sein.)Jedes Jahr werden tausende von Babyrobben für ihren Pelz getötet. Die Jagd auf Robben ist eine der größten Massentötungen weltweit. Seit 2002 wurden über zwei Millionen Tiere erlegt.

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Quelle: Michael Bernard/HSI

In Kanada wurde dieses Jahr die Jagdsaison schon eröffnet. Obwohl die Regierung die Jäger auffordert, die Babyrobben während der Stillzeit zwischen März und April in Ruhe zu lassen, begann das Jagen dieses Jahr vorzeitig.Der Pelz von im Frühling geborenen Robben ist dabei die wichtigste Errungenschaft. Das Gesetz verbietet die Jagd auf Robben mit weißem Pelz, doch die Farbe der Tiere kann sich schon zwölf Tage nach ihrer Geburt ändern.

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Quelle: Michael Bernard/HSI

98% aller Tiere, die während der jährlichen Jagd getötet werden, sind keine drei Monate alt. Viele von ihnen sind noch nicht abgestillt und können sich noch nicht selbst ernähren.Dieses Jahr brachte die Firma PhocaLux die kanadische Regierung dazu, die Jagdsaison schon früher zu eröffnen. Sie behauptete, dass sie nur ausgewachsene männliche Tiere für ihr Fleisch und ihr Öl töten würde.

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Quelle: Olga Cárdenas

Doch es ist unmöglich, männliche und weibliche Robben von Weitem zu unterscheiden. Es besteht eine große Gefahr, dass stillende Muttertiere erlegt und ihre Jungen zum Verhungern zurückgelassen werden.Rebecca Aldworth ist Vize-Vorsitzende der Tierschutzorganisation Humane Society International (HSI). Diese kämpft schon seit Jahren gegen die blutige Industrie.

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Quelle: Michael Bernard/HSI

Sie berichtete der Webseite The Dodo:

Ich habe Robben gesehen, denen man ins Gesicht geschossen hat. Die blutend auf dem Eis liegen gelassen wurden. Die fliehen wollten, bevor man sie massakriert hat. Ich habe vor Schmerz schreiende Robben gesehen, wenn sie auf Haken gespießt und übers Eis gezerrt wurden.

Eine unabhängige Kommission aus Tierärzten bezeichnete die Jagd als "außerordentliche und untragbare Quälerei". Die Tiere werden in vielen Fällen mit einem schweren Holzknüppel erschlagen, damit der teure Pelz nicht beschädigt wird.[caption id="attachment_19677" align="alignnone" width="640"]

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Ein Pelz, der für Kleidung benutzt werden wird. Quelle: Always in Vogue[/caption]Dabei sterben fast 82% aller Robben nicht nach dem ersten Schlag. Sie leiden furchtbare Qualen, bis sie endlich sterben. Manche sind sogar noch bei Bewusstsein, wenn sie gehäutet werden.Ab dem 10. April werden alle Firmen an der Jagd teilnehmen dürfen. Ein Boot darf am Tag bis zu 400 Robben töten, ein einzelner Jäger bis zu 250.Dies besiegelt jährlich den Tod von unzähligen Tieren.5 Millionen Dollar SteuergelderEntgegen der Behauptungen, die Robben vermehren sich sowieso wieder auf rasante Weise, vergrößert sich die Robbenpopulation nicht gewaltig. In den letzten Jahren hat sie sich zwar verdreifacht, doch dies ist nur neuen Gesetzen zu verdanken. In den 50ern waren durch die Jagd fast zwei Drittel aller Robben ausgerottet worden. Nun erholt sich die Population langsam und kehrt zu einem Normalzustand zurück.

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Quelle: Michael Bernard/HSI

Außerdem haben die Robben mit dem Klimaschutz zu kämpfen. Da sie ihre Jungen auf Packeis großziehen, muss dieses so lange gefroren bleiben, bis die Babys sich selbstständig ernähren können. Dort, wo das Eis frühzeitig schmilzt, hat die kanadische Regierung von einer 100%igen Todesrate für die Jungen gesprochen.

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Quelle: Michael Bernard/HSI

Obwohl die Massentötungen jedes Jahr wieder stattfinden, sind sie heute nicht mehr annähernd so rentabel wie noch vor einigen Jahren. Die USA hat Robbenprodukte schon 1972 verboten, die EU zog 2009 nach. Der Preis für einen Robbenpelz ist ebenfalls von fast 100 Dollar auf kaum 30 Dollar gesunken.Doch die kanadische Regierung möchte die Tradition nicht aufgeben und steckt fast 5 Millionen Dollar Subventionen in die Industrie, die heute nicht einmal mehr 1 Millionen Dollar jährlich einbringt.Die Regierung behauptet, dass sie die Arbeitsplätze der Fischer erhalten muss. Allerdings macht die Robbenjagd nur etwa 5% des Einkommens von Fischern aus, die an der Robbenjagd teilnehmen. Den Großteil ihres Lebensunterhaltes verdienen sie mit Fischen.

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Quelle: Michael Bernard/HSI

Die Anfrage für Robbenpelze ist sehr gesunken, seit die Öffentlichkeit von dem jährlichen Blutbad erfahren hat. Dies führt zu einer Übersättigung des Marktes. Manche Händler haben ganze Lager voller Pelze, die sie nicht mehr an den Mann bringen können. Diese Lager leerzukaufen und die Industrie zu schließen wäre für Kanada billiger als die millionenschweren Subventionen. Doch wie kann man dem Ganzen ein Ende setzen?

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Quelle: Michael Bernard/HSI

Regierungen weltweit haben schon damit begonnen, kanadische Meeresprodukte zu boykottieren, um finanziellen Druck auf das Land auszuüben. Kanadische Staatsbürger werden dazu aufgerufen, ihren Premierminister mit Petitionen und Nachrichten zu einer Veränderung zu bewegen.Ihr könnt ebenfalls diese Petition gegen die Robbenjagd unterschreiben.

Via: The Dodo

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