News

Delfin-Sichtung in der Lübecker Bucht

By
Daniela

Am Montag, den 26. April 2021, wurde in der Lübecker Bucht ein Delfin gesichtet. Der Meeressäuger, der den Namen "Delle" erhielt, wurde von mehreren Menschen am Strand von Travemünde beobachtet. Doch wie kommt ein Delfin eigentlich in die Ostsee und ist dies ein Zeichen für den Klimawandel?

Der Meeressäuger wurde in der Nähe des Maritim Strandhotels gesehen und zog schnell die Aufmerksamkeit von Strandbesuchern und Passanten auf sich. Einige konnten sogar Fotos und Videos von dem Delfin machen und diese in den sozialen Medien teilen. Doch wie kam der Delfin eigentlich in die Lübecker Bucht und warum ist dies ein seltenes Ereignis?

Delfine leben normalerweise in tropischen und subtropischen Gewässern und sind vor allem im Mittelmeer, im Atlantik und im Pazifik zu finden. Delfine, die in der Nord- und Ostsee gesichtet werden, gehören meist zur Art der Schweinswale. Doch auch Delfine aus dem Atlantik können gelegentlich in die Nordsee gelangen, wenn sie der Beute folgen oder sich verirren.

Hans-Ulrich Rösner, Vorsitzender des Naturschutzvereins für Travemünde und Umgebung, erklärte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur: "Dass Delfine in der Lübecker Bucht auftauchen, ist nicht alltäglich, aber auch kein völliges Novum. Der letzte Fund eines Delfins war 2016 vor Grömitz, vor einigen Jahren gab es auch einen in der Wismarer Bucht."

Ein Grund dafür, dass Delfine in die Ostsee gelangen können, ist der Klimawandel. Durch die Erwärmung der Meere könnten sich die Lebensbedingungen für die Meeressäuger ändern. So könnte beispielsweise der Nahrungsbedarf von Delfinen durch den Rückgang von bestimmten Fischarten in ihrem angestammten Lebensraum nicht mehr gedeckt werden. Dies könnte dazu führen, dass sich Delfine auf die Suche nach neuen Nahrungsquellen machen und sich in Gebiete wagen, die normalerweise nicht zu ihrem Lebensraum gehören.

Der Meeressäuger, der den Namen "Delle" erhielt, wurde von mehreren Menschen am Strand von Travemünde beobachtet.

Ein anderer Grund dafür, dass Delfine in die Ostsee gelangen können, ist die geographische Lage. Die Ostsee ist mit dem Kattegat und dem Skagerrak mit dem Atlantik verbunden. Dadurch können Delfine in die Ostsee gelangen, wenn sie den Weg über diese Verbindungsstraßen finden.

Doch was passiert nun mit Delle? Die Polizei und die Feuerwehr waren vor Ort, um den Delfin zu beobachten und gegebenenfalls Hilfe zu leisten. Doch in den meisten Fällen sollten Delfine in Ruhe gelassen werden. Sie sind sehr gute Schwimmer und können in der Regel ohne menschliche Hilfe wieder ins offene Meer zurückkehren.

Rösner erklärte: "Die Tiere sollten in Ruhe gelassen werden. Solange sie schwimmen und keine Verletzungen oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen, besteht kein Anlass zur Sorge. Sie sind in der Lagesich selbst zu helfen und finden in der Regel den Weg zurück ins offene Meer."

Es ist wichtig zu beachten, dass Delfine empfindliche Tiere sind und gestresst werden können, wenn sie von Menschen belästigt oder berührt werden. In einigen Fällen kann dies zu einer Gefahr für den Delfin und die Menschen führen. Daher sollten Strandbesucher und Passanten immer einen Sicherheitsabstand zu Meeressäugern wie Delfinen und Schweinswalen einhalten und sie nicht stören.

Insgesamt ist die Sichtung eines Delfins in der Lübecker Bucht ein seltenes Ereignis und ein Hinweis darauf, wie sich die Bedingungen in den Meeren ändern können. Der Klimawandel und die geographische Lage können dazu führen, dass sich Meeressäuger wie Delfine in Gebiete wagen, die normalerweise nicht zu ihrem Lebensraum gehören. Es ist wichtig, die Tiere in Ruhe zu lassen und ihren Lebensraum zu schützen, um ihre Zukunft und die Zukunft der Meere zu sichern.